29.03.2018: DSV aktiv-Serie: Skiknigge - FIS-Umweltregeln Teil 3

Die FIS-Umweltregeln f├╝r Wintersportler

Ob Alpinskifahren, Schneeschuh- oder Skitourengehen: Wintersport ist oftmals ein Gemeinschaftssport. Es geht darum, sich gegenseitig zu achten und zu respektieren. Das gilt auch in Bezug auf die Umwelt, in der man sich bewegt. Um die Flora und Fauna in den Bergen zu sch├╝tzen, hat der Internationale Skiverband (FIS) einige Regeln zum r├╝cksichtsvollen Umgang mit der Natur aufgestellt. Jeder, der die Natur und Bergwelt zur Aus├╝bung seines Sports nutzt, sollte seinen pers├Ânlichen Teil zu ihrem Schutz beitragen.

1. Informieren Sie sich ├╝ber Ihr ausgew├Ąhltes Gebiet. Unterst├╝tzen Sie die Orte, die sich um die Umwelt sorgen.

Skigebiet ist nicht gleich Skigebiet. Skiort ist nicht gleich Skiort. Viele Gemeinden und Liftgesellschaften setzen sich mithilfe vorbildlicher Projekte f├╝r den Schutz unserer Umwelt ein. Sei es durch kleine Ma├čnahmen wie ein ausgebautes und breites Netz an ├Âffentlichen Verkehrsbetrieben oder strikt bewachte Naturschutzzonen oder durch gr├Â├čere gemeinde├╝bergreifende Projekte und Netzwerke. Jeder Winterurlauber kann sich im Vorfeld der Reise im Internet erkundigen. Einen guten Anhaltspunkt bieten auch die mit dem 'Pr├Ądikat gepr├╝ftes Skigebiet' ausgezeichneten Lift- und Pistenbetriebe. Sie widmen sich neben dem Schutz der Wintersportler oftmals auch im besonderen Ma├če dem Schutz von Natur und Umwelt.

2. W├Ąhlen Sie umweltfreundliche Verkehrsmittel - Bus und Bahn - zur Anreise.

Es muss nicht immer gleich das Auto sein. Auch Bus- oder Bahnreisen in die Skigebiete haben viele Vorteile: Eine bequeme Anreise, die gleich zum Urlaubsbeginn Zeit f├╝r Erholung und Ruhe l├Ąsst, keine l├Ąstige Parkplatzsuche im Skiort und an den Talstationen der Skigebiete, kosteng├╝nstige Fr├╝hbucherrabatte und und und. Skibusse bringen Ski- und Snowboardfans direkt an die Liftanlagen und nach dem Pistenspa├č und Apr├Ęs-Ski wieder sicher nach Hause.

3. Bilden Sie Fahrgemeinschaften bei Anreise mit dem privaten Auto.

Kosten sparen kann so einfach sein - und gleichzeitig umweltschonend! Wer mit dem Auto in die Skigebiete reist, kann durch Fahrgemeinschaften Benzinkosten teilen und hat nebenbei auch noch eine gute Unterhaltung f├╝r die l├Ąstigen Anfahrtsstunden. Jede gesparte Fahrt kommt der Umwelt zu gute: Weniger Fahrten, weniger Autos, weniger Abgase.

4. Lassen Sie Ihr Auto am Skiort stehen, nehmen Sie den Skibus.

Gro├če Nahverkehrsnetze machen es m├Âglich: bequeme Anreise bis zum Skilift. Ohne l├Ąstige Parkplatzsuche, ohne ├╝berteuerte Parkgeb├╝hren. Die Anreise mit dem Skibus spart nicht nur Kosten, sondern auch Nerven. Und schont unsere Umwelt.

5. Fahren Sie nur bei ausreichender Schneedecke Ski und Snowboard.

Je geringer die Schneedecke ist, desto mehr werden die H├Ąnge darunter in Mitleidenschaft gezogen. Dabei ist eine zu d├╝nne Schneedecke nicht nur f├╝r die Gesteins- und Wiesenfl├Ąchen sch├Ądlich, sondern auch f├╝r das eigene Skimaterial. Dank der intensiven Produktion technischen Schnees ('Kunstschnees') sind die Skigebiete heutzutage fast durchgehend bestens pr├Ąpariert - und die darunter liegenden Schichten werden geschont.

6. Halten Sie sich an die markierten Pisten und Loipen.

Loipen und Pisten dienen dem Erholungswert vieler tausender Wintersportfans. Um die umliegenden W├Ąlder und Felder und die beheimateten Tierarten nicht unn├Âtig zu strapazieren, sollten alle Langl├Ąufer, Alpinskifahrer, Snowboarder, aber auch Skitourengeher, Schlittenfahrer und Schneeschuhwanderer die Pisten- und Loipenmarkierungen sowie die ausgewiesenen Routen achten.

7. Beachten Sie Pistenmarkierungen und -sperrungen.

Absperrungen und Hinweistafeln sind keine Landschaftsversch├Ânerungen! Sie dienen dem Schutz der Wintersportler und der Natur. Um eine eigene Gef├Ąhrdung oder eine Verletzung von Tier- und Pflanzenarten oder ihrer Lebenswelt zu verhindern, sollten Pisten- und Loipenmarkierungen immer beachtet werden.

8. Verzichten Sie auf das Fahren abseits der Pisten besonders in Waldgebieten.

Unsere Bergwelt ist Heimat unz├Ąhliger Tier- und Pflanzenarten. Sie ist nicht unsere Lebenswelt, vielmehr sind wir 'zu Gast' im Lebensraum vieler gef├Ąhrdeter und gesch├╝tzter Arten. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein und entsprechend handeln. Mit jeder Fahrt abseits der markierten Pisten treten wir einen Schritt mehr in diese Lebenswelt ein - und st├Âren ihre Bewohner mitunter nachhaltig.

9. Fahren Sie nicht in gesch├╝tzte Gebiete. Schonen Sie Tiere und Pflanzen.

Naturschutzzonen dienen dem Erhalt schutzbed├╝rftiger Tier- und Pflanzenarten. Sperrgebiete und tempor├Ąre Sperrungen m├╝ssen deshalb unbedingt geachtet werden! Eine Missachtung kann nicht nur die Lebenswelt der Tierarten durcheinander bringen und gef├Ąhrdete Arten verschrecken und -st├Âren, sondern kann auch ganz sch├Ân teuer werden.

10. Nehmen Sie Ihren Abfall mit.

Was eigentlich selbstverst├Ąndlich ist, ist es vielerorts doch scheinbar nicht: Jeder sollte einen Picknickplatz so verlassen, wie er ihn vorgefunden hat. Verpackungen, leere Trinkflaschen, Kaugummis... All das geh├Ârt entweder in die M├╝lleimer an den Skih├╝tten oder in den Rucksack - aber keinesfalls auf die Pisten und H├Ąnge.

Alle DSV-Versicherungspakete und weitere Infos finden Sie auf www.ski-online.de.


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