Protestaktion des Einzelhandels gegen gefährliche und illegale Produkte von Händlern aus Fernost
Der Handelsverband Deutschland (HDE) startet eine bundesweite Protestaktion gegen die unfaire Konkurrenz von Temu & Co und fordert die Politik nochmals eindringlich und lautstark auf Bundes- und EU-Ebene zum raschen Handeln auf.
Gemeinsam wollen wir auf die unhaltbaren Zustände aufmerksam machen und mit Ihnen an einem noch zu bestimmenden Tag fünf Minuten vor dem eigentlichen Ladenschluss die Geschäfte schließen. Bereits heute haben sich große bundesweit vertretene Handelsunternehmen, wie z.B. Rossmann, für diese Aktion entschieden. Wir möchten hieraus eine sehr aufmerksamkeitsstarke sowie medienwirksame Kampagne starten und insbesondere zahlreiche mittelständische Handelsbetriebe und Unternehmerpersönlichkeiten für diese bundesweite Aktion gewinnen.
Wir wollen ein klares und lautes Zeichen setzen, dass es so nicht weitergehen kann. Wer hierzulande seine Waren verkauft, muss sich auch an alle hiesigen Regeln und Gesetze halten.
Wenn das wie bei Temu & Co. nicht geschieht, muss die Politik entsprechende Maßnahmen treffen. Ansonsten geraten die heimischen, rechtstreuen Händler in eine ruinöse Situation, in der sie keine Chance gegen die Billigst-Ware aus Fernost haben. Das ist inakzeptabel und ein klares Staatsversagen.
Wir sind uns sicher, dass die Kundinnen und Kunden sowie die Politik mit dem symbolisch nach vorne verlegtem Ladenschluss noch stärker für diese untragbare Situation sensibilisiert werden können.
Die Verstöße von Temu & Co. sind vielfältig und zahlreich. Ob in Bezug auf die korrekte Umsatzsteuer, den Umwelt- oder den Verbraucherschutz. Oft wird die aktuelle Zollfreigrenze von 150 Euro genutzt, um illegale Waren in die EU zu bringen.
Allein im vergangenen Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete aus Drittstaaten, davon 91 Prozent aus China, mit einem Warenwert von jeweils unter 150 Euro an Endverbraucher in die EU versandt. Es muss schnellstens gehandelt werden. Die Zollfreigrenze muss jetzt weg, im Moment wirkt sie wie ein Freifahrtschein für gefährlichen Schrott. Die EU darf mit der Abschaffung der Freigrenze nicht wie aktuell geplant bis 2028 warten. Die Instrumente zur Wiederherstellung eines fairen Wettbewerbs liegen längst auf dem Tisch, jetzt sind endlich konkrete und spürbare Schritte gefordert.
Neben einer schnellen Abschaffung der Zollfreigrenze fordern wir bundeseinheitliche Verfahren für Testkäufe und Proben durch die Behörden, die Schaffung einer Clearingstelle zur schnellen Sperrung von Plattformen, die gegen Recht und Gesetz verstoßen, sowie die verpflichtende Voranmeldung jedes Pakets im EU-System des Import One-Stop Shops. Nur so kann bei Verstößen auch konsequent der Verantwortliche ausgemacht und bestraft werden.
Mit der bundesweiten Kampagne „5 vor Ladenschluss“ wollen wir in die Medien, um nochmals und weiter bei der Politik in Berlin und Brüssel Druck zu machen. Wir haben Ihnen die Entwürfe für die Plakate beigefügt, werden die Kampagne über die Social-Media-Kanäle ausspielen und stellen Ihnen gerne die Signets zur Verfügung, so dass Sie diese im Rahmen Ihrer eigenen Aktivitäten verwenden können.
Beteiligen Sie sich persönlich und mit Ihrem Unternehmen an dieser notwendigen Aktion des Handels und geben Sie uns Ihre Zustimmung unter dem Link www.einzelhandel.de/5vor direkt – bitte bis zum 25.09.2025. Wir halten Sie auf dem Laufenden und stehen jederzeit für Rückfragen und Abstimmungen zur Verfügung.
Es ist 5 vor Ladenschluss, lassen Sie uns gemeinsam handeln!

