Unter dem Motto: „New Perspectives on Sports“ bot die weltweit führende Sportfachmesse vom 28. bis 30. November jede Menge Produktinnova-tionen, ein prominent besetztes Konferenzprogramm und viele bekannte Sportler:innen als Gäste. 1.700 internationale Aussteller:innen und rund 40.000 Fachbesucher:innen aus 117 Ländern feierten mit dem Restart der ISPO Munich auf dem Münchner Messegelände ein gelungenes Wiedersehen der Sportscommunity.

Nachhaltigkeit und Innovation waren die Top-Themen auf der ISPO Munich vom 28. bis 30. November. Dort zeigte sich eindrücklich, dass innerhalb der Sportartikelindustrie insbesondere die Outdoorbranche in Sachen Nachhaltigkeit Vorreiter ist. Dabei geht es nicht nur um die innovative Verarbeitung umweltfreundlicher Materialien, sondern um die gesamte Wertschöpfungskette, vom Design über die Produktion bis hin zur Verpackung. „Langlebigkeit ist der wichtigste Faktor in der Nachhaltigkeit“, betont beispielsweise Rainer Gerstner, Senior Vice President Marketing von Schöffel, auf der ISPO Munich. Dabei liege es an den Marken, den Konsument:innen deutlich zu machen, dass Nachhaltigkeit auch mehr koste. „Im Augenblick ist Nachhaltigkeit für die Allermeisten ein Add-on in der Kaufentscheidung“, ergänzt Antje von Dewitz, CEO Vaude. Allerdings beginne sich diese Einstellung gerade in jüngeren Zielgruppen bereits zu ändern.

Nachhaltiges Wirtschaften stand auch bei der Verleihung des neu konzipierten ISPO Cup im Vordergrund, der am Abend des ersten Messetags an Patagonia für außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement übergeben wurde. Das Unternehmen steht bereits seit Jahrzehnten für den Kampf gegen die Klima- und Umweltkrise. Ryan Gellert, CEO Patagonia: „Wir fühlen uns sehr geehrt, den ISPO Cup für unsere Arbeit zu erhalten. Als eine Branche, die die Liebe zur Natur vereint, ist dies der Moment, mutig zu sein und weiter an der Reduzierung unseres CO2-Fußabdrucks zu arbeiten sowie diejenigen zu unterstützen, die sich für die Rettung unseres Heimatplaneten einsetzen.“

Eindrücklich zeigte sich, dass die ISPO Munich inzwischen weit mehr ist als eine reine Produktshow der Sportartikelindustrie: Sie ist die Plattform, um über die Messe hinaus Partnerschaften, Initiativen und Innovationen voranzutreiben und aktuell brennende Themen zu diskutieren. Eröffnet wurde die Konferenz der ISPO Munich deshalb auch am ersten Messetag mit einem Panel über die Zukunft des Wintersports angesichts von Klimawandel und Energieknappheit. Einhelliges Fazit der Teilnehmer: Der Wintersport hat nur eine Zukunft, wenn er sich wandelt und nachhaltigere Lösungsansätze entwickelt. Reto Aeschbacher, Chief Marketing Officer von Scott: „Die letzten zwei Jahre waren für uns alle eine Herausforderung. Themen wie die Vereinbarkeit von Sustainability und Innovation, und insbesondere für uns der Rückgang im Skitourismus, beschäftigen uns nachhaltig. Was uns die ISPO Munich gezeigt hat: Es gibt immer noch sehr viele Menschen, die ,Natur‘ erleben wollen und sich für den Wintersport begeistern und das beweist uns doch, dass es Möglichkeiten und Potential gibt, der Ski-Branche wieder Aufschwung zu verleihen.“

1700 Aussteller:innen aus über 50 Ländern

Zusätzlich zu den Produktinnovationen der über 1.700 Aussteller:innen bot die ISPO Munich bei ihrer November-Premiere umfassende Einblicke in das gesamte Ökosystem der Sportbranche. Knapp 90 Prozent der Aussteller:innen kamen aus dem Ausland. Insgesamt waren über 50 Länder vertreten. Deutschland, Italien, Frankreich, China und Taiwan stellten die Länder mit den meisten Ausstellern. Rund 20 Prozent davon waren erstmals auf der ISPO Munich vertreten. Die etwa 40.000 Fachbesucher:innen kamen aus insgesamt 117 Ländern, davon waren 73 Prozent internationale Gäste. Die Top 5- Teilnehmerländer waren Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und Österreich.

„Das überarbeitete Konzept der ISPO Munich mit dem Future Lab als Herzstück hat besonders bei der internationalen Sportscommunity gepunktet, sowohl bei den Aussteller:innen als auch den Fachbesucher:innen“, bilanziert Stefan Rummel, CEO der Messe München. „Die diesjährige ISPO Munich war nicht nur ein Wiedersehen der Branche in toller Atmosphäre, sondern hat auch deutlich gezeigt, dass sich der Markt wandelt. Das werden wir bei der Weiterentwicklung der Messe berücksichtigen. Der Sportartikelmarkt wird weiter sehr relevant bleiben, aber daneben treten Themen wie Sportsfashion, Tourismus, Digitalisierung, Gesundheit und Fitness, Ernährung oder eSports immer mehr in den Vordergrund. Deswegen werden wir innovative Formate forcieren, die uns auch neue Zielgruppen und Segmente erschließen“, sagt Tobias Gröber, Head of ISPO Group, der am ersten Messetag auch die Kooperation von ISPO mit dem Streetwear- und Mode-Blog Highsnobiety unter dem Markennamen “520M” verkündete.

ISPO Conference im Future Lab als Treffpunkt und Herzstück

Das neu kreierte Future Lab mit den Themenschwerpunkten Innovation, Nachhaltigkeit und Retail-Transformation war ein großer Publikumsmagnet auf der ISPO Munich. Das Konferenzprogramm widmete sich dort zusätzlich gesellschaftlichen Themen: Die Frage „Wie sich die Sportindustrie für das Wohl von Mensch und Natur einsetzen kann“ diskutierte u.a. Martin Frick, Director des UN-Ernährungsprogramms. Mit dem Sustainability Hub befand sich auch ein eigenständiger Bereich im Future Lab, der sich ausschließlich dem Thema Nachhaltigkeit widmete. Zudem fand dort am zweiten Messetag die Verleihung des ISPO Awards 2022 statt. Insgesamt wurden vor Ort etwa 100 prämierte Produkte und Services gezeigt.

Im Future Lab präsentierten außerdem über 70 Startups, die sich am ISPO Brand New Award beteiligten, ihre Innovationen und neue Lösungsansätze für die Branche. Ida Sports, ein australisches Unternehmen, das Sportschuhe speziell für Frauen fertigt, setzte sich im Pitch durch. „Der Gewinn des Brand New Awards ist eine große Ehre für uns und er ermöglicht uns Sichtbarkeit und Reichweite für ein größeres Publikum“, freut sich Laura Youngson, CEO und Co-Founder Ida Sports.

 

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