03.04.2017: Digitalisierung und E-Commerce im Focus - Transatlantischer Dialog zwischen NSGA, FEDAS, vds und ISPO wird weiter intensiviert und ausgebaut

München – „Wir sind mit sehr großem Interesse zur ISPO MUNICH gekommen, um hier zusammen mit unseren europäischen Handels- und Industrie-Partnern und der Messe München den transatlantischen Dialog in Sporthandelsfragen, in den kommenden Jahren weiter zu vertiefen. Wir pflegen ihn schon seit vielen Jahren auf verschiedenen Gesprächsebenen, unter anderem bei der NSGA-Managementkonferenz. In diesem Jahr interessieren uns die rasanten Entwicklungen im E-Commerce, die unter dem Stichwort Big Data auf beiden Seiten des Atlantiks immer rascher voranschreiten“, so beschrieben Matt Carlson, Präsident und CEO der NSGA, David Labbe, NSGA Chairman oft the Board, Teddy Schiavoni, Chairman of the Board der National Ski & Snowboard Retailers Association (NSSRA), und Larry Weindruch, NSSRA Präsident und NSGA Director of Public Affairs, ihr Arbeitsprogramm zur ISPO. Eingeladen dazu hatte sie neben der Messe München auch die FEDAS und der vds.

Zusammen mit ihren Gesprächspartnern, FEDAS- und vds-Präsident Werner Haizmann, Messe München CEO Klaus Dittrich und Messe München ISPO-Group-Director Tobias Gröber, loteten die amerikanischen Verbandsvertreter den augenblicklichen Stand der Digitalisierung und des E-Commerce in Europa aus und verglichen ihn mit dem in den USA.

Grundlage dazu war unter anderem das Begleitprogramm zur ISPO MUNICH, das sich mit den verschiedenen nationalen und internationalen Aspekten des Themas Digitalisierung im Handel befasste und das für die künftigen Messeveranstaltungen von immer größerer Bedeutung sein wird.

„Wir haben das Kongressprogramm sehr aufmerksam verfolgt und sehen darin die Möglichkeit das Thema Digitalisierung auch ISPO begleitend auf unserer traditionellen NSGA-Managementkonferenz zu behandeln. Damit eröffnen wir uns diesseits und jenseits des Atlantiks neue Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit zwischen Industrie Handel und der Weltmesse ISPO“, kommentierte CEO Matt Carlson, der zusammen mit seinen Kollegen mit großer Aufmerksamkeit vor allem dem Symposion folgten, bei dem adidas und ISPO gemeinsam in die digitale Zukunft blickten.

Diesseits und jenseits des Atlantiks kann der Sportfachhandel in all seinen traditionellen Ausprägungen und lokalen Strukturen nicht die Tatsache übersehen, dass der Verbraucher entschieden hat, dass das Digitale nicht nur ein Teil des Einkaufserlebnisses ist, sondern sein Fundament. Das trägt dazu bei, dass in den USA Warenhausketten und Sportfachhändler als wichtige Vertriebsschienen zunehmend unter Druck geraten. Gleichzeitig versuchen vor allem in den USA große Partner wie Nike und adidas sich zunehmend mit eigenen Geschäften von ihren bisherigen klassischen Vertriebspartnern unabhängig zu machen.

Die Entwicklung, so FEDAS-Präsident Werner Haizmann, spüre man auch in Europa. Daher sei er zusammen mit allen europäischen Handelskollegen der Messe sehr dankbar, dass sie dem wichtigen Thema Digitalisierung von nun an immer mehr Aufmerksamkeit schenken will. Ganz im Sinn von Messechef Klaus Dittrich, der zum Thema Digitalisierung den Leitgedanken prägte: „Man muss aufeinander zugehen, die jungen Neuen müssen das klassische Geschäft lernen und die klassischen Unternehmen müssen sich öffnen für Ideen und Innovationen der Neuen.“

Die USA-Gäste der FEDAS und des vds konnten wie ihre europäischen Kollegen aus Industrie und Handel bei ihrem Messebesuch feststellen, dass eine Messe längst nicht mehr nur eine Messe ist, ein Sportartikelhersteller nicht mehr nur Sportartikelhersteller, ein Retailer nicht mehr nur ein Retailer. Und sogar Online-Händler sind nicht mehr nur Online-Händler.

Dazu formulierte Klaus Dittrich als Auftrag der ISPO: „Wenn wir mutig die Chancen der Digitalisierung ergreifen, wird der Markt beflügelt.“ Dem stimmten die Kollegen aus den USA zu, die mit wertvollen Informationen zum internationalen Stand der Digitalisierung in der Sportartikelbranche nach Chicago zurückkehrten.

Wie sie im Abschlussgespräch mit FEDAS- und vds-Präsident Werner Haizmann versicherten, wird das Thema Digitalisierung auch bei der kommenden Managementkonferenz in Scottsdale/Arizona Mitte Mai eine wichtige Rolle spielen. Deshalb wird man in Zukunft weiter auf die gute transatlantische Zusammenarbeit in diesem wichtigen Branchenthema der Zukunft setzen.

Matt Carlson und Larry Weindruch nutzten die Gelegenheit ihres ISPO-Besuchs, sich in der adidas-Zentrale in Herzogenaurach über die neuesten Entwicklungen bei den drei Streifen zu informieren. Ihr Gesprächspartner dort war der Past-Präsident der World Federation of Sporting Goods Manufacturers, adidas Counsel Frank A. Dassler. Hier konnten sich die Vertreter des amerikanischen Fachhandels über die neusten Entwicklungen, zum Beispiel das In-Store-Projekt „Knit for you“, oder über die adidas Speed Factory informieren, bei der im 3D-Druck Sportschuhe nach Wunsch hergestellt werden.

Man darf gespannt sein, wie sich das neue Thema Digitalisierung in der weiteren bewährten transatlantischen Zusammenarbeit zwischen der ISPO MUNICH und der NSGA, der größten Sporthändlerorganisation der Welt, in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.


Vor dem transatlantischen Dialog v.l.: Larry Weindruch, NSSRA Präsident und NSGA Director of Public Affairs, David Labbe, NSGA Chairman oft the Board, Teddy Schiavoni, Chairman of the Board der National Ski & Snowboard Retailers Association (NSSRA), FEDAS- und vds-Präsident Werner Haizmann und Matt Carlson CEO der NSGA.

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